Dr. h. c. Lothar Späth
Lothar Späth (* 16. November 1937 in Sigmaringen, Baden-Württemberg) ist ein deutscher Politiker (CDU). Nach dem Besuch der Staatlichen Verwaltungsschule Stuttgart wurde er 1965 Beigeordneter und Finanzreferent von Bietigheim-Bissingen. 1967 wurde er dort zum Bürgermeister gewählt. Von 1970 bis 1974 war er Geschäftsführer der Neuen Heimat in Stuttgart und Hamburg und bis 1977 auch im Vorstand bzw. Aufsichtsrat der Firma Baresel in Stuttgart.
1972 wurde er Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, 1978 zum Innenminister ernannt und nach dem Rücktritt von Hans Filbinger am 30. August 1978 zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. Von 1979 bis 1991 war er Landesvorsitzender der CDU von Baden-Württemberg und anschließend deren Ehrenvorsitzender. Von 1981 bis 1989 war er überdies stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.
Am 13. Januar 1991 trat Späth als Ministerpräsident zurück. Im Juni 1991 wurde er Geschäftsführer der Jenoptik GmbH in Jena (früher Carl-Zeiss-Jena) und führte diese im Januar 1996 als Vorstandsvorsitzender unter der Bezeichnung JENOPTIK AG an die Börse. Seine Tätigkeit dort endete im Juni 2003. Von 1997 bis 2001 moderierte er die wöchentlicheTalkshow "Späth am Abend" auf n-tv.
Seit September 1992 ist er Königlich Norwegischer Generalkonsul für Thüringen und Sachsen-Anhalt. Im April 1996 wurde Späth Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen in Gera. Er ist außerdem Aufsichtsratsvorsitzender der Software-Firma caatoosee. Lothar Späth ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.
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